Forchheim – Erleben

Nicht trockener Lehrstoff, sondern die Vermittlung lebendiger Geschichte in lockerer Atmosphäre war das Anliegen der beiden Führungen, die die Klasse 4b in Forchheim mitmachte.

Die 1. Führung mit dem Stadtführer Herrn Fößel lud ein in die wehrhafte Vergangenheit der Stadt.

Sie zeigte in anschaulicher Weise auf, wie eine befestigte mittelalterliche Stadt verteidigt wurde. Verteidigungstechnik und Festungsbau wurden erklärt, sowie die noch vorhandenen Kasematten, die teilweise bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, gezeigt. Ein Höhepunkt der Führung war der Besuch der „Roten Mauer“. Hier tauchten wir in die Zeit des 30-jährigen Krieges ein. Hörspiele und Kulisse versetzten die Schüler in die Vergangenheit und ließen die Belagerung durch die Schweden hautnah nachempfinden. Besonders das riesige Windenrad gefiel den Kindern. Mit Begeisterung verwandelten sie sich in Windenknechte und hoben wie einst im Mittelalter durch ihre Muskelkraft einen schweren Steinbrocken hoch.

Danach wurde es noch einmal richtig spannend. Einen Teil des Weges legten wir in den unterirdischen Gängen Forchheims zurück. Besonders schaurig war es, wenn „zufällig“ das Licht ausfiel.

Nach einer Pause auf der „Roten Mauer“ ging es weiter in der Kaiserpfalz.

Mit AGIL begaben wir uns nun auf eine „Reise in die Steinzeit“.

Hier lernten die Schüler die Lebensweise, Techniken und Werkzeuggebrauch des steinzeitlichen Menschen kennen. Dann erarbeiteten sie am „Zeitseil“ die zeitliche Abgrenzung der behandelten Menschheitsepoche und wurden selbst aktiv. Sie übten ihr Geschick mit dem Feuerbohrer, lernten das „Pyritfeuerzeug“ kennen, stellten steinzeitlichen Schmuck mit Bast und Muscheln her und übten danach im Graben der Kaiserpfalz den Umgang mit der Speerschleuder.

 

Nach so viel Aktion wurde der Unterrichtsausflug nach Forchheim mit einem leckeren Eis gekrönt.

Von Ute Dehler-R.

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